Zweite Novellierung der Trinkwasserverordnung

Neue Pflichten und Haftungsrisiken für Eigentümer und Verwalter von Gebäuden mit zentraler Warmwasserbereitung.
 
Unser Trinkwasser ist ein wertvolles Gut und hochwertiges Lebensmittel, dessen täglicher Verzehr und Gebrauch für uns selbstverständlich ist. Gerade deswegen unterliegt es strengen Qualitätskontrollen, die in der Trinkwasserverordnung
geregelt sind. Dennoch können auch im Trinkwasser Gefahren für unsere Gesundheit lauern. 
Gerade deshalb hat ziemlich genau ein Jahr nach dem Inkrafttreten der neuen Trinkwasserverordnung (TrinkwV) der Bundesrat einer weiteren Novellierung zugestimmt. Danach müssen Eigentümer die Erstbeprobung bis zum 31. Dezember 2013 durchführen. 
Was sich noch ändert?
•    das Prüfintervall wurde von einem auf drei Jahre verlängert
•    eine Meldung an das zuständige Gesundheitsamt ist nur noch dann verpflichtend, wenn die Legionellen-Konzentration den technischen Maßnahmenwert von 100 KBE je 100 ml (KBE = Kolonie bildende Einheiten) überschreitet
•    die Verordnung gilt nach in Kraft treten rückwirkend ab dem 31. Oktober 2012

Legionellen im Trinkwasser
Die Legionellose gehört in Deutschland zu den häufigsten Krankheiten, die durch Wasser übertragen werden können. Jährlich erkranken in Deutschland über 20.000 Menschen aufgrund von Legionellen. 15 % der Erkrankungen verlaufen sogar tödlich. Legionellen sind Bakterien, die sich unter idealen Bedingungen, z. B. bei Wassertemperaturen zwischen 25 und 55 Grad Celsius und wenig Zirkulation in der Wasserleitung, im Warmwasser entwickeln und dann das Leitungssystem und den Warmwasserspeicher befallen können. Die Gefahr geht dabei weniger von dem Verzehr legionellenbefallenen Wassers aus. Erst wenn Legionellen in versprühter Form, z. B. als Duschnebel, in die Lungen gelangen, kann es zu schwerwiegenden Erkrankungen (siehe Infokasten) kommen.

Risiko Legionelleninfektion
Legionellen sind Bakterien, die sich im warmen Wasser vermehren und über das Trinkwasser, Klimaanlagen oder Rückkühlsysteme auf den Menschen übertragen werden können, beispielsweise durch das Einatmen von Duschnebel. Eine Infektion mit Legionellen (Legionellose) äußert sich vorwiegend in zwei Krankheitsverläufen: einerseits dem häufiger vorkommenden Pontiac- Fieber mit grippeähnlichen Symptomen und vergleichsweise leichtem Krankheitsverlauf und andererseits der sog. Legionärskrankheit mit schwerer Lungenentzündung, im schlimmsten Fall sogar mit Todesfolge. 
Risikogruppen
Häufig betroffen von einer Legionelleninfektion sind alte, kranke
und immungeschwächte Menschen,
zum Beispiel:
•    Diabetiker
•    Lungen-, Nieren- und Herzkranke
•    Transplantations-Patienten
•    Raucher und Alkoholiker


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